PAUL ZECH

Gedichte

Biographisches


Aus meinem Haus, von Hab und Gut,

hat nicht das Feuer mich, auch nicht der Tod

ins Nebelnichts gejagt. Ich nahm den Hut

und zog dem Wahnsinn vor das Bettelbrot.

 

Der Wahnsinn schrie sich heiser in der Stadt,

im Derwischtanz um einen neuen Baal,

auf einem morschen und verbogenen Rad.

Ich sah noch einmal auf das Tal,

 

auf Strom und Wald hinunter, sah zuletzt ein Reh

und drehte mich herum. Im Wind flog Schnee.

Und als ich dann das weiße Schiff bestieg:

 

Blau lag vor mir die Adria; ich sah sie nicht.

Ich kam als ein Geschlagener aus dem Krieg,

frostige Nacht bewohnte die Gefühle, das Gesicht.

 

 

 

Vom Zweifel hin und her gerissen

 

Die Züge, die nach Süden fuhren,

ich sah sie oft aus dem Versteck

und hörte sie wie Weckeruhren

und kam noch immer nicht vom Fleck.

 

Die Not zerquälte mein Gewissen,

als wäre es Verrat zu fliehn.

Vom Zweifei hin und her gerissen:

Oft sah ich Brüder starr wie Büßer knien.

 

Sie riefen Gott an, irgendeinen,

die Last war ihnen schon zu schwer,

sie wollten wie die Kinder scheinen,

es half auch dieser Gott nicht mehr.

 

Da warfen sie sich auf die Schienen,

da hingen sie sich auf im Baum;

es gab die Mutter Erde ihnen

nur für den Aschenrest noch Raum.